Abschlussreflexion

Das Semester neigt sich dem Ende und es wird Zeit für meine Abschlusspräsentation. Zu meinen Lernzielen gehörte es, mehr über Web 2.0 zu erfahren, da ich zwar häufig im Internet bin und auch Plattformen wie Facebook, Wikipedia und Youtube schon seit Längerem nutze, andere, wie Twitter, jedoch nie angerührt habe.

So habe ich nun auch einiges über den beruflichen und wirtschaftlichen Umgang mit dem Web 2.0 kennengelernt, wie das beruflich orientierte soziale Netzwerk Xing oder die Möglichkeiten, die sich durch Enterprise 2.0 für Unternehmen bietet. Auch war es interessant ein wenig näher auf Phänomene wie Schwarmintelligenz oder den sogenannten Shitstorm einzugehen, von denen ich bereits öfter in den Medien etwas mitbekommen habe.

Neben den Vorlesungen waren auch die Gruppenprojekte eine nette Erfahrung. Mit meinen Gruppenpartnern Layla Riemann und Khalid Boutasfat konnte ich mich für die erste Projektarbeit im Internet weiter über den Arabischen Frühling informieren, während uns die zweite Projektarbeit in das Museum für Naturkunde führte, wo wir direkt vor Ort Befragungen durchführen konnten, um uns ein Bild davon zu machen wie die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 bei den Menschen ankämen (wovon im Museum selbst jedoch noch nicht viel genutzt wurde).

Über das Semester hinweg konnte ich einige neue Erfahrungen in dem Bereich des Web 2.0 gewinnen und stehe dem Thema im Großen und Ganzen aufgeschlossen gegenüber, wenn auch manchmal ein wenig kritisch. Denn weshalb einige Menschen sich dem Web komplett öffnen und so viele private Details von sich enthüllen oder eine Art Suchtverhalten entwickeln will sich mir immer noch nicht ganz erschließen. Andererseits sind die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und Kommunikation erstaunlich gut geworden, so dass auch ich mit Freuden weiterhin von den Möglichkeiten des Web 2.0 profitieren werde.

Reflexion: Enterprise 2.0

Bei dem Titel Enterprise 2.0 musste ich anfangs an die Unternehmen selbst denken, die mit ihren Web-Plattformen erfolgreich geworden sind, so wie Facebook, Google, Amazon und weitere, deren Gründer zu Milliardären geworden sind. Tatsächlich bezeichnet der Begriff jedoch eher die Unternehmensphilosophie, eine verstärkte Webpräsenz zu zeigen und somit auch den Dialog mit den Kunden zu verbessern, auch von Unternehmen die ansich nicht viel mit dem Internet zu tun haben.

Viele Unternehmen haben bereits Facebook Seiten, die von ihren Kunden und Unterstützern “geliked” werden können. So hat die Facebookseite von Coca-Cola fast 60 Millionen Likes, die Seite von McDonalds 27 Millionen und die Seite von Ferrari etwa 10 Millionen Likes.
Einige Unternehmen haben sogar einen eigenen Youtube Channel. Bei BMW Deutschland ist dies der Fall, wobei der Channel über 6000 Abonnenten und über 4 Millionen Videoaufrufe. Die sind allerdings kleinere Dimensionen als bei Facebook, wo der Autohersteller 12,5 Millionen Likes hat.

Ein Problem, welches für die Unternehmen im Netz entstehen kann, ist der sogenannte Shitstorm. Dieses Phänomen beginnt oft damit, dass sich eine einzelne Person über etwas beklagt und dem sich dann immer mehr Menschen anschließen. Bei diesem Sturm der Entrüstung (wie es der Duden auch nennt) wird im Verlauf auch oft vom ursprünglichen Thema abgewichen und das Ganze artet in wüste Beschimpfung und Beleidigungen aus.

Um dem Shitstorm entgegenzuwirken ist es von Vorteil, wenn Menschen sachlich dagegen argumentieren, die nicht dem Unternehmen angehören oder wenn sich das Unternehmen auf einen ordentlichen Dialog einlässt. Das Unternehmen sollte auch jeden Fall nicht einfach die Kommentare löschen, da dies den Zorn der Leute noch weiter anstachelt.
Manche Unternehmen entscheiden sich sogar für die Strategie, Leute für positives Feedback anzuheuern. Das sollte allerdings nicht zu sehr auffallen, da es auch nicht unbedingt Sympathien weckt.